Online im Dialog mit den Bürgern

Landwirtschaft Live – Romain Schneider im Dialog mit den Bürgern 3.7.2020

Im Rahmen der virtuellen FAE hatte Minister Romain Schneider zu einer Diskussionsrunde zum Thema Landwirtschaft eingeladen. Im Fokus dieser Fragestunde stand die lokale, saisonale und biologische Lebensmittelproduktion.

Webinar Bioaktionsplan 2.7.2020

Bis 2025 soll der Anteil der biologisch bewirtschafteten Landwirtschaftsflächen in Luxemburg auf 20% wachsen. Dabei soll der Nationale Aktionsplan zur Förderung der biologischen Landwirtschaft “PAN Bio 2025” den Luxemburger Bio-Sektor fördern und sowohl die Menge als auch den Anteil an Luxemburger Bio-Produkten zu steigern.

In seinem Vortrag erklärte Ing. Gerber van Vliet, Koordinator des Bio-Aktionsplans im Landwirtschaftsministerium, wie dieser Plan konkret umgesetzt werden soll und beantwortete interaktiv Fragen der Webinar-Zuschauer.

Lokal und saisonal: 10 Vorteile für Verbraucher, Produzenten und unser Klima

Immer mehr Menschen legen Wert auf eine gesunde Ernährung mit saisonalen und einheimischen Lebensmitteln.

Gerade in diesen Zeiten, wo die Abhängigkeit von internationalen Lieferketten sichtbar wird, sollten Verbraucher die Chance nutzen, mit ihrem eigenen Kaufverhalten zu bestimmen, in welche Richtung es gehen soll, und welche Lebensmittel in Zukunft im Supermarkt im Regal liegen werden. Dabei ist der erste Schritt, sich zu informieren welche Essprodukte die landwirtschaftlichen Betriebe in Luxemburg produzieren und wo man diese einkaufen kann.

10 Gründe wieso einheimische und saisonale Esswaren voll im Trend liegen!

  1. Unterstützung der luxemburgischen Bauern, Winzer, Gärtner sowie der heimischen Verarbeitungskette
    Lokale Kleinbauern können schwer mit großen Lebensmittelketten konkurrieren und alles anbieten. Trotzdem gilt nach wie vor: Ohne Bauern kein Essen! Unser Landwirte stellen Lebensmittel buchstäblich auf den Tisch und verpflichten sich dazu, hohe Standards, die den Umweltschutz, den Tierschutz und den Verbraucherschutz betreffen einzuhalten.
  2. Lokale und saisonale Kaufentscheidung als Statement
    Der Kunde ist König! Jeder Einkauf ist eine persönliche Entscheidung für oder gegen ein faireres Landwirtschafts-, Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell.
  3. Heimische Produkte stehen für Identität
    Man beißt lieber in einen Apfel von der Obstwiese aus dem Nachbardorf als in ein anonymes Produkt vom Ende der Welt. Und warum sollten wir Milch und Eier aus dem Nachbarland kaufen, wenn das Gute vor der Haustür produziert wird?
  4. Eine lokale und saisonale Lebensmittelproduktion weist auch eine soziale Komponente auf, da zwischen dem Produzenten und dem Verbraucher ein persönlicher Kontakt entsteht. Dadurch lernt der Verbraucher, die Arbeit hinter der Lebensmittelproduktion zu wertschätzen.
  5. Saisonale und heimische Lebensmittel sind umweltschonender
    Freilandanbau, kurze Transportwege und weniger Treibhausgasemissionen sowie verkürzte Lagerzeiten tragen zu einer nachhaltigen Ernährung bei.
  6. Saisonale und lokale Lebensmittel sind nicht nur gesünder, sondern auch schmackhafter
    Da sie keine langen Transportwege zurücklegen, gelangen sie frisch und ausgereift in die Ladentheke und weisen oft eine bessere Qualität auf. Und wer sich mit Erntezeiten auskennt und saisontreu einkauft, wird oft mit einem außergewöhnlichen Geschmackserlebnis belohnt. Die kurzen Wege wirken sich sowohl positiv auf den Gaumen, als auch auf wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe aus!
  7. Lokale Lebensmittel schaffen Vertrauen!
    Als kleines Land hat Luxemburg den Vorteil, dass die nationale Lebensmittelproduktion sehr überschaubar ist. Da die verschiedenen Produktionsverfahren einfach zurückverfolgt werden können, kann Lebensmittelskandalen leichter vorgebeugt werden. Dies schafft Transparenz und Vertrauen in die Qualität und Sicherheit der Produkte.
  8. AntiGaspi
    Durch kurze Lieferwege verderben weniger Lebensmittel auf dem Weg ins Regal. Deshalb wirkt man beim Kauf lokaler Produkte auch gegen die Lebensmittelverschwendung. Mehr dazu auf antigaspi.lu.
  9. Ein saisonaler Speiseplan führt zu einem besseren Gespür für die Jahreszeiten, und man entdeckt vielleicht sogar vergessen geratene Gemüse- oder Obstarten!
  10. Bauernrezepte und Sterneküche auf gut Luxemburgisch.
    Ob in Großmutters Hausrezepten oder im feinen Sternerestaurant, Luxemburgs Kochkultur basiert seit jeher auf den Zugriff von frischen Kräutern, Gemüse, Obst und Fleisch aus lokalem Anbau. Und in der Gastronomie liegt die Luxemburgische Bauernküche unangefochten im Trend. Man denke nur an traditionelle Gerichte wie „Bouneschlupp” (Bohnensuppe), „Kniddelen“ (Knödel) oder „Feierstengszalot“ (Rinderfleischsalat).

Weitere Informationen finden Sie auf dem Landwirtschafts Portal.