Das technische Gymnasium für Gesundheitsberufe

Das technische Gymnasium für Gesundheitsberufe (LTPS) wurde durch das Gesetz vom 11. Januar 1995 über die Neuorganisation der öffentlichen und privaten Krankenpflegeschulen geschaffen. Dieses schloss die verschiedenen Krankenpflegeschulen zusammen, die zuvor an die großen Krankenhäuser des Landes angegliedert waren. Das LTPS besteht seitdem aus 3 regionalen Schulungszentren: Luxemburg, Bascharage und Ettelbruck.

Das LTPS ist demnach die Lehranstalt für Gesundheitsberufe in Luxemburg und bietet derzeit in der Grundausbildung das BTS Diplom der Krankenschwester in der allgemeinen Pflege an sowie die darauf aufbauenden verschiedenen spezialisierten BTS-Lehrgänge (ATM Chirurgie, Fachpfleger in Anästhesie und Reanimation, psychiatrischer Fachpfleger, Kinderfachpfleger). Daneben werden desweiteren die beiden eigenständigen BTS-Lehrgänge in Hebammenkunde und in Radiologie angeboten. Auf der Ebene der allgemeinbildenden Sekundarstufe gibt es im LTPS die neue Ausbildung in Gesundheitswissenschaften, die die Schüler sehr gezielt auf ein Hochschul- oder Universitätsstudium im Gesundheitsbereich vorbereitet. In der Berufsausbildung bietet das LTPS den DAP Apothekenhelfer an sowie gleich drei verschiedene Ausbildungsgänge zum DAP Pflegehelfer.

Das Ausbildungszentrum in Ettelbruck beherbergt derzeit rund 300 Schüler und Studenten. Es ist möglich, dort die Ausbildung zur Krankenschwester in der allgemeinen Pflege zu absolvieren, sowie die drei Ausbildungsgänge zum Pflegehelfer, nämlich die Erstausbildung, die berufsbegleitende Ausbildung und die Erwachsenenbildung. Seit September 2019 wird auch die neue  Ausbildung in Gesundheitswissenschaften in Ettelbruck angeboten. Die 18 Klassenzimmer, 3 Wissenschaftsräume, 6 Fachlabore sowie auch alle anderen Bildungseinrichtungen entsprechen mit ihrer elektronischen, computertechnischen und didaktischen Ausstattung voll und ganz den Kriterien der Nachhaltigkeit, Konnektivität und Flexibilität. Die Schule, ihre Infrastruktur und ihr pädagogisches Konzept werden sich demnach problemlos an zukünftige technologische und pädagogische Entwicklungen anpassen können.

Apropos pädagogische Konzepte: Hervorzuheben ist das Konzept der Simulation, welches das LTPS in den letzten Jahren in alle Ausbildungsgänge integriert hat. Die Simulation ist nichts anderes als eine aktive pädagogische Methode, deren Herzstück das Simulationslabor ist, das es den Studenten ermöglicht, ihre beruflichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln, indem sie in simulierten, aber realistischen Pflegesituationen üben. Simulationslaborübungen können in Echtzeit aufgezeichnet und in einen entfernten Raum übertragen werden, um eine eingehende Beobachtung und Analyse der Ereignisse zu ermöglichen. Die 4 hypermodernen Simulationsräume in Ettelbruck, ausgestattet mit modernster audiovisueller Technik, machen das Konzept für die Schulgemeinschaft auf außergewöhnliche Weise erlebbar.